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Zambia
 
Zambia auf dem Land Auf dem Land gibt es einen Arzt pro 16'000 Einwohner. SolidarMed unsterstützt deshalb die Ausbildung von neuen Ärzt/innen für die benachteiligten Regionen Zambias.
     

SolidarMed in Zambia

Es fehlt gut ausgebildetes Gesundheitspersonal
Im Land der atemberaubenden Victoriafälle müssen 42 Prozent aller Einwohner mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen. Wegen ungenügender Bezahlung ziehen viele vom Staat angestellte medizinische Fachleute vom Land in die Städte oder suchen sich eine Anstellung im Ausland. In Zambia gibt es derzeit durchschnittlich nur einen Arzt pro 10'000 Einwohner. In abgelegenen ländlichen Gebieten dürfte die Zahl jedoch um ein vielfaches höher sein. Zum Vergleich: In der Schweiz «teilen» sich derzeit 489 Menschen einen Arzt.
› WHO Factsheet: Migration of Health Workers
› SolidarMed Factsheet Zambia (english)

«Nicht-universitäre Ärzte» gegen den Personalmangel im Gesundheitswesen
Als Antwort auf den akuten Mangel an Ärzten in Zambia unterstützt SolidarMed das staatliche Programm zur Ausbildung von nicht universitären Allgemeinmedizinern, sogenannten Medical Licentiates (ML) am Chainama College - die einzige Institution in Zambia, die momentan dringend grbauchtes Personal wie MLs ausbildet. Dabei handelt es sich um ein Aufbaustudium für bereits ausgebildete Hilfsärzte (Clinical Officers) mit zweijähriger Berufserfahrung. Die Ausbildung focussiert auf die Erst- und Notversorgung, speziell von Schwangeren und Kindern. Das ML-Programm ist speziell auf die sambischen Bedürfnisse und Gegebenheiten ausgelegt
SolidarMed Positionspapier Gesundheitspersonal



Dank SolidarMed doppelt so viele ML-Ärzte pro Jahr
Bis Ende 2011 konnten bereits rund 100 ML-Ärzte ausgebildet werden. Dazu unterstützt SolidarMed Ausbildungsspitäler für die praktische Schulung, wovon auch die theoretische Ausbildung profitiert. Durch gezielte Investitionen sichert SolidarMed die Anerkennung der neuen Ausbildungsspitäler durch das Chainama College. SolidarMed beratet das College bei der institutionellen Entwicklung. Das Programm ist vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) finanziert.

SolidarMed wirkt.

Zur Bewältigung der Personalkrise im Gesundheitswesen hat die Regierung Zambias eine Arbeitsgruppe einberufen. Als Partnerorganisation ist SolidarMed Mitglied dieser Gruppe. Dank der Unterstützung von drei neuen Ausbildungsspitälern durch SolidarMed ist es gelungen, jährlich 24 Student/innen für das ML-Studium aufzunehmen. Das Gesundheitsministerium hat das Ziel, jedes Jahr 40 neue ML-Ärzte auszubilden und diese anschliessend an einem der Distriktspitäler zu beschäftigen. Dafür müssen jedoch erst noch entsprechende Strukturen am College geschaffen werden.


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Gerne gibt Ihnen weitere Informationen: Anna Häggblom, Programmverantwortliche Zambia:
a.haggblom(at)solidarmed.ch, Telefon: +41 41 310 66 60



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Zambia
Trotz grosser Kupfervorkommen ist auch das Binnenland Zambia eines der ärmsten Länder Afrikas. Die fähigsten Arbeitskräfte wandern aus, nach Südafrika, Botswana oder Europa – so auch Ärzte und Pflegepersonal. Zudem sterben sie an HIV/Aids: In Zambia sind 15.2% der Erwachsenen HIV-positiv. Die Lebenserwartung ist auf 48 Jahre gesunken.
BBC Landesprofil Zambia

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SolidarMed Factsheet Zambia (en)
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› WHO Factsheet: Migration of Health Workers
Medicus Mundi Bulletin 104/07: Brain Drain: Why do Zambian health workers migrate abroad?