Die Auswirkungen der USAID-Kürzungen
Die im März veranlassten finanziellen Kürzungen der Entwicklungsbehörde der USA, USAID, beeinträchtigen die Gesundheitssysteme, schwächen die Versorgung und könnten bis 2030 bis zu 14 Millionen Menschenleben kosten.
Bisherige Erfolge in der HIV- und TB-Versorgung bedroht
In der Behandlung und Prävention von HIV und Tuberkulose sind die hart erkämpften Erfolge gefährdet. Obwohl SolidarMed nicht direkt von den Kürzungen betroffen ist, sind die Aus- wirkungen in unseren Programmländern konkret zu spüren. Da nationale Systeme ins Wanken geraten, besteht eine erhöhte Belastung für das verbleibende Gesundheitspersonal und die Infrastruktur und es entstehen grosse Schwierigkeiten bei der Versorgung schutzbedürftiger Gruppen wie der Jugendlichen. Auch gibt es verminderte Kapazitäten, Teilnehmende für Forschungsstudien zu gewinnen, und manche Institutionen greifen aus Mangel an Finanzierung von digitalen Systemen wieder auf papierbasierte Berichterstattung zurück, was sich negativ auf die Datenerfassung und Nachsorge der Patient:innen auswirkt.

Viele Patientinnen und Patienten können nicht mehr behandelt werden und die Zahl der Infektionen steigt.
Dr. Bethod Aloyce Sindala, Arzt im Gesundheitszentrum Lugala (Tansania)
Betroffene vor Ort berichten:
Im folgenden Video berichten eine betroffene Gesundheitsfachperson und eine HIV-Patientin aus Tansania, wie sie die Situation vor Ort erleben. Ihre Stimmen zeigen eindrücklich, was finanzielle Kürzungen für den Alltag im Gesundheitswesen bedeuten.