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Entwicklung einer stromfreien Kühlbox

31.03.2021

In enger Zusammenarbeit mit EssentialTech und dem Labor für funktionelle anorganische Materialien (LFIM) der Eidgenössische Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) entwickelt SolidarMed in den nächsten zwei Jahren eine Kühlbox, die ohne Strom auskommt und über Wochen eine Temperatur von 2 bis 8 °C aufrechterhalten kann.

Um umfangreiche Impfkampagnen durchführen zu können, muss eine kontinuierliche Kühlkette gewährleistet sein.

In Gebieten mit geringem Einkommen führt das Fehlen einer kontinuierlichen Kühlkette, beispielsweise durch ein unsicheres Stromnetzes, dazu, dass Impfdosen entsorgt werden müssen. Jährlich müssen 25% der Impfungen aus diesem Grund entsorgt werden. Jährlich sterben 1.5 Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund des mangelnden Zugangs zu Impfungen. Diese Situation ist inakzeptabel.

Ziel des Projekts

Die momentan vorhandenen Kühlgeräte sind kostspielig, benötigten viel Strom und beinhalten umweltschädliche Kühlmittel. Ziel des Projektes ist es, eine kostengünstige und stromfreie Kühlbox für den Transport und die Lagerung von Impfdosen zu entwickeln, um grossflächige Impfkampagnen zu ermöglichen.

Durch die Möglichkeit der konstanten Kühlung von Impfdosen können die Effektivität von Impfverteilungssystemen verbessert und generell Impfungen in armen und abgelegenen Gegenden möglich gemacht werden. Ausserdem könnte ein erfolgreicher Prototyp solch einer Box ebenfalls für Privathaushalte und Dorfläden interessant sein, um frische Nahrungsmittel zu lagern oder zu verkaufen.

Durch SolidarMed kann die Kühlbox unter realen Bedingungen getestet und so spezifisch auf die herausfordernden Kontexte abgestimmt werden. So werden die Prototypen nebst im Labor bei der EPFL, auch im Norden Mosambiks mit dem lokalen Gesundheitssystem getestet – beispielsweise während Impfkampagnen.