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Gebärmutterhalskrebs vorbeugen

14.12.2021

Weltweit stirbt alle zwei Minuten eine Frau an Gebärmutterhalskrebs, einer heute weitgehend vermeidbaren Krebserkrankung. Zusammen mit lokalen Partnern, dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern hat SolidarMed deshalb ein Präventionsprojekt mit HIV-positiven Frauen im Chiúre-Spital in Mosambik durchgeführt.

SolidarMed plant eine Ausweitung des Präventions-Projektes auch nach Simbabwe und Tansania.

99 Prozent der Erkrankungen werden durch eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV) verursacht. Das Virus ist sehr weit verbreitet und wird
hauptsächlich über sexuelle Kontakte übertragen. Eine effektive Impfung schützt vor einer Infektion. In der Schweiz gehören die HPV-Impfungen zum nationalen Impfplan für männliche und weibliche Jugendliche. Zusätzlich kann die gynäkologische Früherkennung und Behandlung schwere Krebserkrankungen in frühen Stadien vorbeugen. Die Situation in Afrika südlich der Sahara ist anders. 19 von 20 Ländern mit den meisten Gebärmutterhalskrebsfällen weltweit liegen in dieser Region. In Mosambik hat das Gesundheitsministerium dem Kampf gegen Gebärmutterhalskrebs eine Priorität eingeräumt, auch weil HIV-positive Frauen ein höheres Erkrankungsrisiko tragen. In Mosambik sind mehr als 13 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv.

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SolidarMed hat zusammen mit lokalen Partnern, dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern ein Präventionsprojekt mit HIV-positiven Frauen durchgeführt, die im Chiúre-Spital eine antiretrovirale Behandlung bekommen. 91,9 Prozent der HIV-positiven Frauen willigten zu einer Gebärmutterhalsuntersuchung ein. Das ist ein bemerkenswerter Erfolg: Zuvor wurden nur 15,5 Prozent innerhalb derselben Zielgruppe erreicht. Der Schlüssel liegt in der Betreuung und Information der Frauen. SolidarMed rekrutierte und schulte eine Gesundheitsfachfrau für die HIV-Klinik, welche die Patientinnen berät und begleitet.

SolidarMed unterstützte auch die Einrichtung eines gynäkologischen Untersuchungsraums, was zu einem Anstieg der Untersuchungen beigetragen
hat. Bei 84 Prozent der Frauen, die eine Gebärmutterhalserkrankung zeigten, konnte der Krebs erfolgreich behandelt werden. SolidarMed wird sich weiterhin für die Gesundheit von Frauen in ländlichen Gebieten Mosambiks einsetzen. Denn noch sind HPV-Untersuchungen kein Standard. Der Dialog mit den Gesundheitsbehörden bleibt weiterhin wichtig. SolidarMed plant eine Ausweitung des Projektes auch nach Simbabwe und Tansania.