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Lesothos tickende Zeitbombe

22.11.2019

Wegen Mangelernährung droht Lesotho eine halbe Generation an Kindern zu verlieren. Eine besorgniserregende Situation. SolidarMed schafft Abhilfe mit einem gezielten Ernährungsprogramm.

Die vordergründig grüne Idylle im ländlichen Distrikt Butha-Buthe ist trügerisch. «Die erhöhte Lage von über 1’500 Meter ü. M. und die oft strengen Winter mit Schnee lassen Gemüse nur sehr begrenzt gedeihen», sagt Dr. Ravi Gupta, Arzt und Leiter des SolidarMed-Projekts «Health First Lesotho». Und der Kauf von nährstoffreichem Gemüse oder Fleisch sprengt das bescheidene Budget vieler Familien. Darunter leiden die Kleinkinder als schwächstes Glied in der Familie am meisten. Verschärft wird die Situation durch die weite Verbreitung von HIV und einer bedeutenden Zahl an Aids-Waisen.

Über 96 Prozent der Kinder in Lesotho werden die ersten sechs bis acht Monate voll gestillt. Die Probleme beginnen danach. Mütter füttern ihre Kleinkinder nach dem Abstillen meist mit «Porridge», einem Getreidebrei aus Weizen oder Sorghum, der viel Kohlenhydrate, aber zu wenig Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und essenzielle Aminosäuren enthält. Die Folgen sind bleibende Wachstums- und kognitive Entwicklungsschäden.

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SolidarMed begegnet dieser Situation mit einem Ernährungsprogramm, das auf die Versorgung der Kleinkinder unter fünf Jahren abzielt. Auf der einen Seite setzen wir auf die Weiterbildung von Dorfgesundheitsberater/innen zur frühzeitigen Erkennung von mangelernährten Kindern. Andererseits auf die Sensibilisierung von Müttern und Schwiegermüttern in Ernährungsfragen und dem Umgang mit gesundem Essen zum Beispiel in eigens dafür eingerichteten SolidarMed «Ernährungsecken» in Gesundheitszentren und Spitälern in den Distrikten Butha-Buthe und Mokhotlong ein. Dort kochen an einfachen Kochstellen einheimische Ernährungsexpertinnen zusammen mit den Frauen aus den umliegenden Dörfern frische und nahrhafte Speisen für ihre Kleinkinder.

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