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Mädchen sollen in der Schule bleiben

08.09.2022

Im Jahr 2020 mussten mindestens 6'000 junge Frauen in Tansania die Schule abbrechen, weil sie schwanger wurden. Andere können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie von ihren Eltern früh verheiratet werden. Die Ursache davon ist die weitverbreitete Armut. Deshalb will SolidarMed die ökonomische Situation der Eltern und ihrer Töchter gezielt stärken.

Dank finanzieller Unterstützung können Mädchen aus armutsbetroffenen Familien länger in der Schule bleiben.

Tansania Im Jahr 2020 mussten mindestens 6'000 junge Frauen die Schule abbrechen, weil sie schwanger wurden. Andere können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie von ihren Eltern früh verheiratet werden. Neben kulturellen Gründen liegt die Ursache davon in der weitverbreiteten Armut: Viele Eltern können sich keinen längeren Schulbesuch ihrer Töchter leisten und sind auf das Brautgeld angewiesen. Oder die jungen Frauen lassen sich auf ältere Männer ein in der Hoffnung, dass diese die Familien unterstützen, und werden dann schwanger. Frühe Schwangerschaften sind aber ein gesundheitliches Risiko, und fehlende höhere Bildung verstärkt die Geschlechterungleichheit und vergrössert die Armut. Deshalb will SolidarMed die ökonomische Situation der Eltern und ihrer Töchter gezielt stärken.

Viele armutsbetroffene Eltern können sich keinen längeren Schulbesuch ihrer Töchter leisten und sind auf das Brautgeld angewiesen.

Gruppendiskussionen sollen zu einem gesellschaftlichen Umdenken beitragen.

In einem Pilotprojekt bis 2023 testet SolidarMed hierzu ein innovatives Finanzierungssystem: Im Dorf Gombe werden ausgewählte Dorfgesundheitsberater:innen bei der Gründung eines Kleinstunternehmens unterstützt. Infrage kommen beispielsweise Bienenzucht, Lebensmittelhandel oder eine kleine Schneiderei. Die dabei erzielten Erträge werden dreigeteilt: Ein Teil geht als Lohn an die Gesundheitsberater:innen, denn ihr Lohn war bisher sehr bescheiden. Ein zweiter Teil fliesst in einen Fonds für die weitere Unternehmensentwicklung und ein dritter Teil geht an bestimmte Risikofamilien. Es sind Familien mit niedrigem sozialem Status und bescheidenen finanziellen Mitteln, die mindestens eine Tochter im Teenager-Alter haben. Dank der finanziellen Unterstützung sollen die Töchter länger in der Schule bleiben und erst später heiraten. Zusätzlich nehmen Eltern und Jugendliche an Foren teil, an denen über die Gleichstellung der Geschlechter diskutiert wird. Wenn sich der Ansatz bewährt, soll er in weiteren Dörfern angewendet werden und so die Rechte und die Gesundheit vieler junger Frauen stärken.

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