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Nothilfe für Terror-Geflüchtete: Ein Jahr danach

10.03.2022

Seit rund einem Jahr unterstützt SolidarMed Menschen in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks, die vor der Gewalt terroristischer Gruppierungen flüchteten. Damit trägt SolidarMed zu einer besseren Gesundheit der Geflüchteten bei.

Schon über 700'000 Menschen sind vor den Angriffen der terroristischen Gruppierungen im Norden Mosambiks geflüchtet. Viele von ihnen kommen in solchen Umsiedlungsdörfern unter. zvg

SolidarMed hat vor einem Jahr ein Nothilfeprojekt gestartet, um Geflüchtete zu unterstützen. Unter anderem hilft SolidarMed bei der Verteilung von Moskitonetzen als Schutz vor Malaria. zvg

Ausserdem verteilt SolidarMed Hygiene-Kits mit Desinfektionsmittel, Seife und Waschmittel, um die Verbreitung von Cholera und Covid-19 einzudämmen. zvg

Auch bei der medizinischen Versorgung hilft SolidarMed mit, beispielsweise beim Impfen. zvg

Bis im Sommer 2022 wird SolidarMed Schlüsselfiguren wie religiöse Führungspersonen, traditionelle Geburtshelfende sowie die Verantwortlichen in Gesundheitszentren zum Thema sexualisierte Gewalt sensibilisieren. Damit sollen Fälle sexualisierter Gewalt in den Umsiedlungsdörfern besser erkannt werden und weniger tabuisiert sein. zvg

In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und anderen Hilfsorganisationen hat SolidarMed im vergangenen Jahr 750 Latrinen gebaut. Sie verbessern die hygienischen Bedingungen in den Umsiedlungsdörfern, wo viele Geflüchtete unterkommen. SolidarMed unterstützt dort auch mobile Kliniken. Diese ermöglichen den Menschen medizinische Untersuchungen und Behandlungen, zu denen sie aufgrund der grossen Distanzen zu Gesundheitseinrichtungen sonst keinen Zugang hätten. Ausserdem wurden Hygiene-Kits verteilt und von SolidarMed ausgebildete Näher:innen stellten 30'000 Stoffmasken her als Schutz vor COVID-19. Möglich war diese Nothilfe dank der Partnerschaft mit der Glückskette und Privatspenden von über 100‘000 CHF.

Die Situation im Distrikt Cabo Delgado bleibt unterdessen prekär: Noch immer greifen die Terror-Gruppierungen Zivilist:innen an. So ist für die rund 700'000 geflüchteten Menschen an eine Rückkehr noch kaum zu denken. Viele von ihnen werden wohl längerfristig in den Umsiedlungsdörfern oder in der Provinzstadt Pemba wohnhaft bleiben.

Auch in den Umsiedlungsdörfern bleibt die Situation angespannt. In den letzten Monaten wurden immer mehr Fälle gemeldet, in denen im Tausch gegen Güter und Nahrungsmittel sexuelle Dienste erzwungen wurden. In der ersten Hälfte des Jahres 2022 sensibilisiert SolidarMed deshalb Schlüsselfiguren zum Thema sexualisierte Gewalt: religiöse Führungspersonen, traditionelle Geburtshelfende sowie die Verantwortlichen in Gesundheitszentren. Damit sollen Fälle sexualisierter Gewalt besser erkannt werden und weniger tabuisiert sein.

Ab Mitte 2022 wird sich SolidarMed wieder vermehrt auf seine Kernaufgabe konzentrieren: Die Stärkung der stark belasteten Gesundheitseinrichtungen in der Provinz Cabo Delgado. Davon profitieren die Einheimischen wie auch die Geflüchteten. Andere Organisationen führen die Nothilfe in den Umsiedlungsdörfern weiter.

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