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Ohrgesundheit bei medikamentenresistenter Tuberkulose verbessern

21.09.2021

Tuberkulose ist in Simbabwe weitverbreitet. Die wachsende Anzahl Patient:innen mit medikamentenresistenter Tuberkulose ist eine zusätzliche Herausforderung für das schwache Gesundheitssystem.

Patientin bei der Audiometrie zum Screening auf mögliche Nebenwirkungen der DRTB-Behandlung. Cordelia Kunzekwenyika

Bis 2020 wurde die Behandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose mit Hilfe von Injektionsmitteln durchgeführt. Eines der eingesetzten Medikamente ist «Kanamycin», das als schwere Nebenwirkung zu Hörverlust führen kann. Betroffene sind dann auf Hörgeräte oder in schwereren Fällen auf Hörprothesen angewiesen. Dank der Anschaffung eines Audiometers durch SolidarMed konnten in den vergangenen zwei Jahren Screenings der Hörleistung bei Patient:innen mit einer medikamentenresistenten Tuberkulose vor, während und nach der Behandlung durchgeführt werden. Durch diese audiometrische Überwachung konnten durch das Medikament ausgelöste Schädigungen des Innenohrs frühzeitig erkannt, Behandlungen angepasst und somit langfristige Hörschäden verhindert werden.

Patient:innen, die trotz Behandlungswechsel bereits einen Hörverlust erlitten hatten, wurden mit Hörgeräten versorgt. Schulungen des Personals dienten dazu, Betroffene adäquat zu überwachen und audiometrische Untersuchungen durchführen zu können. Die Weiterbildung für ausgewähltes Gesundheitspersonal trug dazu bei, dass die Hörgeräte nicht nur an die Gehörgänge der Patient:innen angepasst, sondern in regelmässigen Abständen kontrolliert wurden, um sie entsprechend einer Verbesserung oder Verschlechterung
des Gehörs anzupassen.