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Mosambik: Mit der Tuk-Tuk-Ambulanz ins Spital

Taxis mit Ambulanzdienst

Im Norden Mosambiks fehlen weitgehend motorisierte Transporte für medizinische Notfälle. Bei Komplikationen während der Schwangerschaft kann das zum tödlichen Risiko für Mutter und Kind werden. Zusammen mit einer lokalen Genossenschaft testet SolidarMed ein neues Tuk-Tuk-Ambulanz-Modell.

Keyfacts zum Projekt

  • Ziel des Projekts

    Unentgeltliche Notfalltransporte ins nächste Gesundheitszentrum.

  • Zielgruppen

    Notfallpatient/innen des Distrikts Chiúre im Norden Mosambiks.

  • Meilensteine

    Erfolgreiche Pilotphase. Das Modell kann in eine eigenständige Firma oder Genossenschaft überführt werden. 

Keyfacts zum Projekt

Mosambik

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Karte Afrika

Projekt in Kürze

SolidarMed testet im Distrikt Chiúre ein künftig selbsttragendes Notfall-Transportsystem. Ausgewählte Fahrer transportieren mit ihren Fahrzeugen im Notfall Patientinnen und Patienten unentgeltlich zum Spital oder nächsten Gesundheitszentrum. Vor allem Schwangere, frischgebackene Mütter und Neugeborene sollen bei Komplikationen rund um die Geburt so verbesserte medizinische Hilfe erhalten. In der übrigen Zeit kann der Fahrer das Fahrzeug als Taxi für den Transport von Personen oder Waren benutzen. Dieses kombinierte Modell soll Notfalltransporte gratis ermöglichen und gleichzeitig dem Fahrer ein selbstständiges Einkommen ermöglichen.

Ein Motorrad-Krankenwagen fährt durch Chiúre in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks.

Ausserhalb ihrer Dienstfahren als Ambulanz arbeitet die Fahrerin als selbstständige Taxifahrerin.

Eine einfache, gepolsterte Liege erlaubt auch den Transport von schwangeren Frauen.

Die lokale Gesellschaft Okalihera vermietet die Tuk-Tuk-Ambulanzen an ausgewählte Fahrer, die gewisse Bedingungen erfüllen müssen. Zum Beispiel müssen sie in Erster Hilfe ausgebildet sein. Die Gesellschaft übernimmt den Unterhalt der Motorräder. Die Fahrer können die Motorräder für private Transporte nutzen und sich damit ein bescheidenes Einkommen sichern. Im Gegenzug verpflichten sie sich, jederzeit Notfalltransporte durchzuführen – ohne Kostenfolge für die Patientinnen.  

SolidarMed engagiert sich für umweltfreundliche Lösungen. Deshalb entwickeln wir derzeit neben der Tuk-Tuk-Ambulanz auch eine E-Bike-Ambulanz, welche durch Sonnenenergie betrieben wird.

SRF mitand: 10.06.2019

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Aktuell in den Medien

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