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Tansania: Gesunder Start ins Leben

Dank den Aktivitäten von SolidarMed steigen die Überlebenschancen von Neugeborenen.

In Tansania sterben gerade in den entlegenen ländlichen Gegenden zu viele Neugeborene an vermeidbaren Ursachen. Die Hälfte der jährlich 45’000 Todesfälle bei Neugeborenen treten in den ersten 24 Stunden nach der Geburt ein. Ein entscheidender Faktor ist die Unterversorgung von Frühgeborenen und Neugeborenen mit tiefem Geburtsgewicht. Der nationale Gesundheitsplan Tansanias will deshalb die Zahl der Todesfälle bis 2025 massiv reduzieren. SolidarMed leistet mit diesem Projekt einen wichtigen Beitrag zu diesem Ziel.

Keyfacts zum Projekt

  • Ziel des Projekts

    Die Überlebenschancen für gefährdete Neugeborene sind verbessert.

  • Zielgruppen

    Neugeborene und ihre Mütter und Familien. Gesundheitspersonal der Region Morogoro.

  • Meilensteine

    Kauf der Ausrüstung für Neugeborenenstationen an drei Spitälern.

  • Methodik

    Ausbau der Spitalinfrastruktur, Ausbildung und Mentoring von Gesundheitspersonal, Einführung von Qualitäts-Teams zur kontinuierlichen Verbesserung, Sensibilisierung der Bevölkerung in den Dörfern.   

Keyfacts zum Projekt

Tansania

Tansania

Karte Afrika

Gesunder Start ins Leben

Mit dem Ausbau und Neubau von Neugeborenenabteilungen an drei Spitälern in der Region Morogoro stellt SolidarMed sicher, dass die notwendige Infrastruktur und Instrumente vorhanden sind, um Neugeborene adäquat zu versorgen. Das Gesundheitspersonal wird für die fachgerechte Begleitung von Geburten und die Betreuung von Früh- und Neugeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht geschult und der Wissensaustausch unter dem Fachpersonal gefördert.

SolidarMed schult Pflegefachkräfte in ambulanter geburtshilflicher Notfall­versorgung und fördert den aktiven Wissensaustausch.

In der Region Morogoro mangelt es an Gesundheitseinrichtungen mit Neugeborenenabteilungen. Die Neugeborenenversorgung im von SolidarMed ausgestatteten Lugala-Spital mit spezialisierter Ausrüstung und geschultem Personal ist bisher ein Einzelfall.

Rehema Hyettu berät Mütter über das Wachstum von Kindern unter fünf Jahren. (Roshni Lodhia/SolidarMed/fairpicture)

Wirkungsmessung und begleitende Forschung: Gesundheitsdaten und -Kosten werden systematisch aufzeichnet, damit die wirksamsten und kosteneffizientesten Massnahmen identifiziert werden können.    


Frühgeburten das Überleben sichern

Bei der «Känguru-Methode» trägt die Mutter ihr Neugeborenes direkt auf der Haut, um die Unterkühlung des Kindes zu verhindern. Frühes Stillen beugt zudem Infektionen vor und stärkt das Immunsystem. Die Känguru-Methode senkt das Risiko für gesundheitliche Komplikationen und das Sterberisiko für Babys mit geringem Geburtsgewicht und Frühgeborene. SolidarMed konnte die Effizienz der Känguru-Methode bei einem Pilotprojekt (2018-2021)  aufzeigen. Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium wurde Informationsmaterial für die Mütter entwickelt. Die Methode wird nun auf weitere Spitäler ausgeweitet. 

Vom Pilotprojekt zum nationalen Erfolgsrezept

SolidarMed führte zwischen 2018-2021 ein Pilotprojekt zur Verbesserung der Gesundheit von Neugeborenen im Lugala-Spital durch. SolidarMed gewann dadurch Erkenntnisse über die ideale Förderung der Gesundheit bei Neugeborenen, zeigte eindrückliche Verbesserungen auf. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen werden die Massnahmen über die nächsten drei Jahre auf drei staatliche Spitäler in der Region Morogoro ausgeweitet. Zudem werden die Erkenntnisse an Gesundheitsinstitutionen und Behörden vermittelt, um die Ausweitung der Massnahmen zu fördern. SolidarMed trägt so dazu bei, die Sterblichkeitsrate von Neugeborenen weit über das Einzugsgebiet der eigenen Projekte hinaus zu senken.

Wissensvermittlung in den Dörfern

Die Dichte an Gesundheitseinrichtungen in den ländlichen Gebieten von Tansania ist gering. Umso wichtiger ist die Vermittlung von Information und Wissen, damit Risiken frühzeitig erkannt oder verhindert werden können und die Neugeborenen gut versorgt werden Um dies zu erreichen, sensibilisiert SolidarMed Mütter und Familien in den Dörfern im Umgang mit Neugeborenen. Auch Vorbehalte gegenüber dem Besuch einer Gesundheitseinrichtung können so reduziert werden.    

Partner

Direktion für Entwicklungszusammenarbeit DEZA

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, unterstützt Programme und Projekte von SolidarMed.

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Else Kröner-Fresenius-Stiftung (EKFS)

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Ihre Spende hilft

Dank Ihrer wertvollen Spende können wir die Gesundheit von Neugeborenen, Jugendlichen und jungen Müttern nachhaltig verbessern. Herzlichen Dank!

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SolidarMed engagiert sich in der Region Morogoro dafür, dass über eine Million Menschen eine bessere medizinische Versorgung erhalten.