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SolidarMed und die SDGs

Die nachhaltigen Entwicklungsziele der UNO sind ein Kompass für die Projekte von SolidarMed.

Bis 2030 will die UNO die nachhaltigen Entwicklungsziele erreichen. Auch SolidarMed trägt mit den Projekten dazu bei. Einfach wird die Zielerfüllung nicht.

Armut, Hunger, Seuchen, fehlende Bildung: Die sogenannten Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestimmten von 2000 bis 2015 die globalen Massnahmen, mit denen dringende Probleme des globalen Südens angegangen werden sollten. So wurde zum Beispiel seit 1990 die Kindersterblichkeit halbiert.

Abgelöst wurden diese Ziele von den Sustainable Development Goals, den SDGs, die die Agenda 2030 definieren. Im Unterschied zu den vorherigen Zielen gelten die 2012 an der Konferenz für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro verabschiedeten SDGs nicht nur für den globalen Süden, sondern für die gesamte Staatengemeinschaft. Mit den total 17 universellen Zielen wollen die Vereinten Nationen die dringenden ökologischen, politischen und ökonomischen Herausforderungen in Angriff nehmen.

SolidarMed leistete im Jahr 2019 einen Beitrag zu elf der 17 SDGs.

Vernetzte Ziele

Das Besondere an den neuen Zielen ist, dass sie miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen. Den Zugang zu medizinischer Versorgung zu verbessern hilft die Armut zu bekämpfen. Ressourcen nachhaltig zu managen dient auf Umwegen auch der Friedensförderung.

Auch SolidarMed arbeitet im Rahmen der SDGs: Sie sind eine wichtige und relevante Antwort auf die Herausforderungen der globalen Weltgemeinschaft. SolidarMed richtet ihre Projekte nicht ausschliesslich auf die Ziele aus. Die Projekte waren schon vor den SDGs multisektoriell ausgelegt. Die Programme richten sich nach dem Bedarf und der Wirksamkeit.

Beitrag zu verschiedenen Zielen

Die SDGs sind eine gemeinsame Vision. Doch für das Monitoring fehlen vielerorts klar definierte Indikatoren. Die Stärke, nämlich die sehr breite und vernetzte Zielsetzung, wird so mangels Überprüfbarkeit zur Schwäche der SDGs. Auch am politischen Willen, die SDGs wirklich erreichen zu wollen, fehlt es vielerorts.

Nicht so bei SolidarMed. Die SDGs bestätigen unseren Zielrahmen und helfen, uns zukunftsgerichtet aufzustellen. Sie haben auch einen Denkprozess angestossen und regen die Projektentwicklung an. SolidarMed ist aber nicht nur im Ziel Nr. 3 «Gesundheit und Wohlergehen» aktiv. Mit der Arbeit trägt SolidarMed auch zum Erreichen von insgesamt elf der 17 Ziele bei, wie beispielsweise «Geschlechter-Gleichheit» oder «Hochwertige Bildung».

SolidarMed leistet einen Beitrag zu den folgenden Zielen:

Ziel 1: Armut beenden – Nur wer gesund ist, kann arbeiten. Und nur wer für sich und seine Familie sorgen kann, hat eine Chance, sich aus der Armutsspirale zu befreien.

Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen – SolidarMed stellt sicher, dass lebensrettende Kaiserschnitte auch in Randregionen möglich sind und das notwendige Material für eine sichere Geburt vorhanden ist.

Ziel 4: Hochwertige Bildung – SolidarMed bildet Gesundheitspersonal und Spezialisten im Umgang mit infektiösen und nicht übertragbaren Krankheiten aus. Ausgebildete Ärztinnen, Pfleger und Hebammen erhalten Mentoring, Coachings und Nachdiplomkurse.

Ziel 5: Geschlechter-Gleichheit – In abgelegenen Dörfern sensibilisiert SolidarMed zu Themen wie
Schwangerschaft, Geburt oder Familienplanung. Mädchen und junge Frauen werden über die Risiken früher Schwangerschaften informiert.

Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie - Die Personalhäuser sind dank Solarkollektoren mit einem autarken Energiesystem ausgerüstet. Die e-Bike-Ambulanz setzt gänzlich auf Solarstrom für den Transport der Patient/innen.

Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum – SolidarMed ermöglicht jungen Menschen eine anerkannte Ausbildung im medizinischen Bereich.

Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur – Innovation schwingt bei allen Projekten mit. SolidarMed misst deren Erfolg mit wissenschaftlichen Methoden und teilt die Erkenntnisse mit Fachleuten. Infrastrukturen erhalten bauliche Verbesserungen wie einen Operationssaal.

Ziel 10: Weniger Ungleichheiten - In den "Youth Cornern" und in Schulen erhalten heranwachsende Mädchen und Jungen Wissen für eine selbstbestimmte sexuelle Gesundheit und Familienplanung.

Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden - Durch die Ausbildung von Dorfsamaritern und -gesundheitsgruppen fördert SolidarMed die Selbstbestimmung und Mitsprache der Gemeinden.

Ziel 13: Massnahmen zum Klimaschutz – Sonnenenergie ist oft die kostengünstigste Stromversorgung. Solaranlagen ersetzen Dieselgeneratoren in Kliniken und sichern den Betrieb, wenn Treibstoff nicht verfügbar ist.

Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele – SolidarMed arbeitet mit Partnern in der Schweiz und vor Ort zusammen. In der Forschung z. B. mit Medicus Mundi Schweiz, mit dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern oder mit dem Schweizerischen Tropeninstitut Swiss TPH in Basel.